WANDERINFO

AUF DER SUCHE NACH DEM SCHLEIERFALL

 

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Am Samstag den 15.9.2012 beschlossen wir zu Mittag, trotz nicht gerade schönen Wetters, nach Unterlaussa zu fahren und den Schleierfall zu besuchen. Von Windischgarsten über den Hengstpass fährt man bis nach Unterlaussa und dort, lasen wir im Internet, geht eine Straße auf die Mooshöhe und zu einem Parkplatz Weisswasser. Der Ausgangspunkt unserer Wanderung. Langsam fahrend und ausschau haltend nach einem diesbezüglichen Wegweiser fuhren wir bis ein schönes Stück nach Unterlaussa und fanden aber keinen Wegweiser. Also retor fahren und noch genauer schauen, kein Mensch auf der Straße den man fragen könnte.

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Uungefähr 400 m vor der Kirche, vom Hengstpass kommend, eine Straße nach links. Wie hielten an, stiegen aus und konnten die Radwegweiser dann lesen "Zur Mooshöhe" 4 km.

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Fährt man aber mit dem PKW hat man kaum Chancen die kleinen Tafeln zu lesen, eine normale Straßsentafel wäre da sinnvoll, denn man kann ja auch mit dem PKW die Straße befahren, nicht nur mit dem Rad. Die Suche brachte uns 20 Minuten Zeitverlust.

 

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Wir sind froh den richtigen Weg bzw. Straße gefunden zu haben und fahren los.

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Nach kurzer Fahrt bergauf erreichen wir auf schmaler Straße die Mooshöhe !

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Vom Schleierfall bzw. Weisswasser nichts zu lesen und fahren wieder bergab.

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Nach wenigen Minuten dann eine Fahrverbotstafel, also bis hier und nicht weiter, ein kleiner Parkplatz auf der linken Seite, das muss also der Parkplatz Weisswasser sein. 3 Autos stehen auch schon dort.

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Wenige Meter weiter die Info Tafel ! Schleierfall 1 Stunde Gehzeit, 4,2 Kilometer, bestens geeignet für eine kleine Nachmittagswanderung. Triftsteig ebenfalls 1 Stunde, der Einstieg muss also unmittelbar beim Schleierfall sein. Das Bild ist zwar ziemlich sinnlos, sieht man ja nicht wo die Beiden stehen oder gehen. Ist auch ein Werbefoto des Outdoor Ausrüsters wie man lesen kann am Originalbild.

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Nach einigen hundert Metern diese kleine Wasseramsel, die sich ihr Futter am Bachgrund sucht. Ein perfekter Schwimmer bzw. Taucher den man schon sehr selten beobachten kann.

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Leicht bergab geht es auf breiter Forststraße entlang des Baches.

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Dann die erste Abzweigung: Schön beschildert, leider fehlen hier Zeitangaben, aber man kann ja nicht alles haben. Rechts zum Hirschkogelsattel, Anlaufalm und Brunnbach, das haben wir vor 3 Wochen gemacht, aber von der anderen Seite aus, von Unterlaussa und Mooshöhe kommen wir gerade, also bleibt nur der Weg nach links Schleierfall, Große Klause, Reichraming.

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Nun folgt der schönste Teil vom Weisswasser, zahlreiche kleine Kaskaden, Felsformationen im Bachbett geben ein interessantes Fotomotiv.

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Vereinzelt kommt auch kurz die Sonne raus, uns gefällt dieser Abschnitt sehr gut.

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Kamera auf das Stativ, Langzeitbelichtung so kann man schöne Effekte erzielen. Das schwere Stativ haben wir ja mitgenommen weil wir ja beim Schleierfall verschiedene Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungszeiten machen wollen.

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Jetzt machen wir solche Bilder halt auch schon hier, hier eine Kurzzeitbelichtung von 1/2000 Sekunde, das Wasser "gefriert" wie Eis.

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Hier das selbe Motiv mit 1/ 8 Sekunde Belichtungszeit.

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Motive über Motive auf diesem relativ kurzen Stück.

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Macht Spass hier zu fotografieren.

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Mit dem Tele knapp 300 mm ein imposantes Bild.

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Hier ein Bild mit Brennweite 60 mm.

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Da es in den letzten Tagen viel geregnet hat, ist auch realtiv viel Wasser in den Bächen.

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Kurz darauf wieder eine Abzweigung, eine kleine rot-weiss-rote Tafel in der Mitte und rechts eine Tafel zur Anlaufalm ist alles an Orientierungshilfe.

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Da wir nicht annehmen dass der Schleierfall am Weg zur Anlaufalm ist, die wir ja schon kennen, gehen wir den linken Weg.

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Schöne Motive am Wegesrand.

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Gemütlich geht es weiter am Bach entlang.

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Dann eine Brücke und eine richtige "Tafelorgie"

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Wir schauen ganz genau, wo ist die Tafel geblieben zum Schleierfall, Triftsteig, große Klause ???? Ist der Platz ausgegangen oder sind die Tafeln ausgegangen ?

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Schauen noch näher, zumindest die Blahbergalm ist hier nochmal angeführt, aber da wollen wir ja nicht hin und auch nicht zu den anderen Zielen !

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Aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es noch einmal Wegweiser. Gleich 2x eine Tafel zum Biwakplatz und eine Tafel zur Anlaufalm! Auch hier vom Schleierfall, Triftsteig, Große Klause keine Spur.

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Von der Brücke noch schnell 2 Aufnahmen,

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dann gehen wir die 200 Meter zum Biwakplatz, vielleicht gibt es dort die fehlenden Wegweiser.

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Ein netter Platz zum Campen, aber keine Schilder.

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Hier teilt sich auch nochmal der Weg,

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wohin nur, rechts oder links am Bach entlang ? Radfahrer haben es da etwas leichter die brauchen keine Stunde für 4 Kilometer Umweg !

Die fahren schneller wieder retour als der Wanderer !

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Hoffnung kommt auf, ein Wegweiser gleich am Anfang des linken Weges !

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Aber dorthin wollen wir eigentlich wirklich nicht, die Schrift mit billigem Filzstift kann man oben nicht mehr entziffern, kann man sich hier keine ordentlichen Schilder mehr leisten, sind sie ausgegangen oder was ist los ? Jetzt braucht man IHN den Zauberwürfel der uns sagt rechts oder links ist der richtige Weg, wir kramen im Rucksack und stellen fest wir haben ihn vergessen. Was jetzt ? Wir entscheiden uns für links am Bach entlang !

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Es folgen schöne Motive, wieder viel Wasser

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vielleicht kommt ja doch bald der sagenhafte Schleierfall den man anscheinend nicht finden soll ???

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Schöne Motive, überall fließt Wasser von den Hängen, zwängt sich durch Schluchten,

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stürzt hinunter, aber halt kein Schleierfall !

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Wenn man vom Schleierfall, Triftsteig oder Große Klause nichts wüßte, wäre es ein schöner Ausflug.

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Auch das ist nicht der Schleierfall !

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Wir sind jetzt über 1 1/2 Stunden ab Parkplatz unterwegs und das nicht gerade langsam und

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kein Schleierfall in Sicht, vielleicht sind wir jetzt in der Saigrin ?

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dafür aber wieder eine Abzweigung ohne Beschilderung !

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Die Bezeichnung Steinriegl sagt uns nichts, wir gehen wieder links am Bach entlang noch ca. 10 Minuten, dann drehen wir etwas frustriert um.

Fazit dieser Wanderung: Ein interessanter, schöner Weg in schöner Natur, nicht anstrengend, schöne Motive, aber das Ziel SCHLEIERFALL bleibt im verborgenen !

Entweder ist der Tourismusverband völlig überfordert vom Parkplatz Weisswasser durchgehend eine ordentliche Beschilderung, bzw. Markierung herzustellen oder man will keine Touristen die dieses Gebiet besuchen und wiederkommen !

Wieder am Parkplatz Weisswasser angelangt, trafen wir ein Bergsteigerpärchen, die mit suchen über 1 1/2 Stunden Zeit verschwendet haben bis sie den Schleierfall und Triftsteig gefunden hatten, der Zugang soll eine Stunde sein vom Parkplatz, das

Pärchen brauchte 2 1/2 Stunden mit suchen !!! Ist so etwas nötig ??? Man muss ja rechnen, daß Wanderer auch das erste mal in der Gegend sind und nicht wissen welchen Weg bei welcher Abzweigung man nehmen muss. Bei so vielen Forstwegen

kann man auch mal schnell die komplette Orientierung verlieren wenn man vielleicht noch tiefer in das Gebiet eindringt !

Solch ein schlechtes Service an Informationen, Tafeln oder Markierungen ist uns noch nirgends untergekommen und wir sind sehr viel unterwegs !

Mit solch schlampigen, schlechten Aktionen macht man das relativ gute Wanderimage was Österreich im Tourismus hat, kaputt !!!

ALLE AUFNAHMEN MIT NIKON D 700 UND 28 - 300 mm BRENNWEITE, BLITZ SB 900 UND STATIV

RETOUR

ZUR TOUR ZUM SCHLEIERFALL UND GROSSE KLAUSHÜTTE